Rezension: Speisekarte Deutschland

Im Herbst geht für mich nichts über Hausmannskost. Wenn es draußen trüb und regnerisch ist, ist mir nicht nach exotischen Gewürzen und ausgefallenen Rezepten, sondern nach Suppe, Kartoffelbrei und Rouladen wie bei Oma. Das Kochbuch „Speisekarte Deutschland“ mit Klassikern der deutschen Küche ist der perfekte Begleiter für die kühle Jahreszeit. Wir haben uns das Buch für unsere Freunde von der Kochschule Braunschweig mal genauer angeschaut.

Die Rezepte wurden von den Fernsehzuschauern ausgewählt.

Die Rezepte wurden von den Fernsehzuschauern ausgewählt.

Welche Rezepte in das Buch aufgenommen wurden, haben die Zuschauer der Fernsehsendung „ARD-Buffet“ entschieden. In einem Online-Voting haben sie ihre regionalen Lieblingsgerichte gekürt. Zu jedem Rezept gibt es außerdem Tipps von Profiköchen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen fürs professionelle Rouladen wickeln, Fisch filetieren und  Brühe zubereiten. Außerdem werden die kulinarischen Regionen Deutschlands ausführlich vorgestellt.

„Speisekarte Deutschland“ ist in diese Kapitel unterteilt:
Vorspeisen & kleine Gerichte
Suppen
Fisch
Schwein & Lamm
Kalb & Rind
Geflügel & Wild
Kartoffeln
Gemüse
Süßes & Gebäck

Unter den mehr als 90 Rezepten finden sich allseits bekannte Klassiker wie Berliner Currywurst, Schnibbelbohnen, Labskaus, Schweinebraten und Tafelspitz aber auch weniger prominente regionale Spezialitäten wie Dippehas (geschmorter Hase im Topf), Putten (Rheinische Reibekartoffeln) und Hackus & Knieste (Gehacktes mit Ofenkartoffeln).

Weil im Herbst nichts über ein schönes warmes Süppchen geht und weil ich für den gefüllten Pfälzer Saumagen dann doch nicht genug Courage hatte, habe ich mich beim Testkochen für die Sächsische Kartoffelsuppe entschieden. Fazit: Wärmt Bauch und Seele. Hier kommt das Rezept.

Sächsische Kartoffelsuppe

Zutaten für vier Personen
1 Zwiebel
1 große Möhre
200g Knollensellerie
1/2 Liter Fleischbrühe
400 g mehligkochende Kartoffeln
Salz
4 Zweige Majoran (oder 1 TL getrockneter Majoran)
Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss
100 g Sahne
4 Bockwürste (Wiener Würstchen gehen aber auch)
1 EL gehackte Petersilie

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Möhre und den Sellerie putzen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Brühe in einem Topf erhitzen und das Gemüse darin zugedeckt etwa 20 Minuten weich garen.

Inzwischen die Kartoffeln schälen, waschen, in grobe Würfel schneiden und in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken, etwas Salz hinzufügen und etwa 15 Minuten garen. Nach 10 Minuten den Majoran dazugeben.

Ein Blick ins Buch.

Ein Blick ins Buch.

Das Gemüse mit dem Stabmixer fein pürieren. Die Kartoffeln abgießen und dabei das Kochwasser auffangen. Die heißen Kartoffeln durch die Kartoffelpresse zu dem pürierten Gemüse drücken (wer wie ich keine Kartoffelpresse hat, kann die Kartoffeln auch einfach stampfen und dann den Brei zum restlichen Gemüse geben). Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss würzen. Die Sahne hinzufügen und alles mit dem Schneebesen kräftig durchrühren.

Die Suppe erneut erhitzen. So viel Kochwasser dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Kartoffelsuppe mit dem Stabmixer aufschäumen. Die Bockwürste in Scheiben schneiden und in der Suppe erwärmen. Die Kartoffelsuppe in tiefen Tellern anrichten und mit der Petersilie garnieren. Nach Belieben kurz vor dem Servieren etwas geschlagene Sahne unterheben.

Eine Suppe für Bauch und Seele.

Eine Suppe für Bauch und Seele.

Und wer jetzt Lust hat, sich im Herbst und Winter durch die kulinarischen Regionen zu kochen und dabei ganz viele altbekannte Klassiker der deutschen Küche kennenzulernen, der kann das Kochbuch hier bestellen: ARD Buffet, Speisekarte Deutschland.

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