Makery – Selbstgemachtes im Wohnzimmer


Manchmal wird aus der Lust auf selbstgekochte Marmelade was ganz anderes. Zum Beispiel ein Café. So ist es zumindest den Schwestern Nina und Svenja ergangen. Die beiden haben im Mai die Makery im Magniviertel eröffnet.

Nina und Svenja sind Schwestern. Seit Anfang Mai betreiben sie die Makery im Magniviertel
Nina und Svenja sind Schwestern. Seit Anfang Mai betreiben sie die Makery im Magniviertel

Ursprünglich kommen die beiden eigentlich nicht aus der Gastronomie, Svenja ist Grafikdesignerin, Nina hat während des Studiums aber zumindest lange gekellnert. Mit der Makery haben sich die beiden aber trotzdem einen Traum verwirklicht. „Die ursprüngliche Idee war, dass wir gern selbstgekochte Marmelade und Karamell verkaufen wollten und drumherum vielleicht ein kleines Café aufbauen. Am Ende ist dann das Café übrig geblieben“, erzählt Nina. Selbst gemachte Marmelade und Karamell gibt es aber trotzdem. Und selbstgebackenen Kuchen. „Wir haben jeden Tag Omis Apfelkuchen, den wir tatsächlich nach einem Rezept unserer Oma backen. Und dazu kommen immer neue und andere Kuchen“, sagt Nina. Die Rezepte bekommen die beiden von Freunden oder aus dem Internet.

Den Kuchen, den Nina und Svenja anbieten, backen sie jeden Tag selbst
Den Kuchen, den Nina und Svenja anbieten, backen sie jeden Tag selbst

In der Makery, die für die Gäste nicht nur Café und Bar, sondern auch eine Art Wohnzimmer sein soll, gibt es aber nicht nur Kuchen und Kaffee, den die beiden auf ganz unterschiedliche Arten brauen, sondern auch hochwertigen Gin, Whiskey und verschiedene Craftbiere. Sehr empfehlenswert ist auch der Eistee der Marke Ailike. Oder der vietnamesische Eistee aus Tee, Zitronensaft, Rohrzucker und frischer Minze. „Ob das jetzt wirklich vietnamesischer Eistee ist, wissen wir nicht. Aber wir haben ihn in Vietnam überall getrunken und fanden ihn super“, erzählt Svenja. Mittags gibt es einen Mittagstisch – ohne zeitliche Begrenzung, so lange noch was zu essen da ist, gibt es auch das Angebot.

Limo, Craftbeer, Eistee - in der Makery gibt es jede Menge zu trinken
Limo, Craftbeer, Eistee – in der Makery gibt es jede Menge zu trinken

Und das Essen und die Getränke sollen nicht nur lecker sein. „Wir versuchen, so viel wie möglich bio, regional und/oder fair zu kaufen“, sagt Svenja. Käse, Milch, Eier und Fleisch sind auf jeden Fall bio, die beiden Kaffees, die Schokolade und der Kakao zum Beispiel auf jeden Fall fair gehandelt. Sogar die To-go-Becher sind recyclebar, die Strohhalme aus Bio-Plastik.

Die Makery soll auch ein Wohnzimmer für die Gäste sein.
Die Makery soll auch ein Wohnzimmer für die Gäste sein.

Momentan haben Nina und Svenja einen wirklich anstrengenden Job. Die beiden sind kurz nach 8 Uhr morgens im Café, manchmal gehen sie erst um 3 Uhr wieder nach Hause. Und auch im Ablauf läuft noch nicht alles hundertprozentig rund. „Momentan kalkulieren wir noch sehr knapp beim Essen, weil wir nicht zu viel wegschmeißen wollen. Darum ist das Essen manchmal aus. Und auch in der Küche läuft noch nicht alles rund, so dass die Gäste manchmal ein bisschen warten müssen. Dafür bereiten wir alles frisch zu“, erzählt Nina. Noch liegen auf den Tischen im Café auch Zettel, auf denen die beiden sich für etwaige Probleme entschuldigen. Doch sobald die behoben sind, soll es dann auch schon weitergehen. „Wir überlegen, einen kleinen Shop zu integrieren. In dem wollen wir dann nicht nur unsere Marmelade verkaufen, sondern zum Beispiel Kindermützen, die jemand aus Braunschweig strickt oder so“, sagt Svenja. Und auch Lesungen und Konzerte sind geplant. „Im Moment ist super viel zu tun, aber wir haben unsere Entscheidung noch nie bereut“, sagt Nina.

Makery: Kuhstraße 35/Karrenführerstraße 4. Montags und mittwochs von 10 bis 22 Uhr, donnerstags von 10 bis 0 Uhr, freitags und samstags von 10 bis 1 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr. Dienstags ist geschlossen. 

 


6 Antworten zu “Makery – Selbstgemachtes im Wohnzimmer”

  1. Wir waren schon da. Es ist seht gemütlich und kinderfreundlich (sogar eine Wickelkommode ist auf dem WC vorhanden).
    Das Essen ist super lecker gewesen.

  2. Trés charming… wenn ich das nächste mal in der alten Heimat bin, komme ich euch besuchen.
    Braunschweig..wieder ein Stück bunter. Klasse!

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