Ihr werdet es lieben: Pastel de Nata

Vor einigen Jahren habe ich mich im Urlaub in Portugal in ein knuspriges, süßes, gleichzeitig cremiges Törtchen verliebt: Pastel de Nata. Seitdem wird immer eins gekauft, sobald ich es in der Auslage von Bäckereien und Cafés sehe. Wenn ihr es also irgendwo seht: Kauft es! Andererseits: Jetzt könnt ihr es ja auch selbst sehr schnell und sehr einfach nachbacken. Denn hier ist das Rezept.

Pastel de Nata

Pastel de Nata

Pastel de Nata, in der Mehrform (wer isst bitte nur eins?) heißt es übrigens Pastéis de Nata (sprich Pasteisch de Natta), stammen aus Lissabon und die dort berühmtesten werden im Pastéis de Belem Café verkauft. Das Besondere an den Puddingtörtchen ist der super knusprige Teig und die sahnige, süße Füllung. In zwei, drei Happsen hat man das Törtchen verschlungen.

Super ambitionierte Hobbybäcker stellen sicher auch den Blätterteig selbst her, aber wir sparen uns die Zeit und fokussieren uns lieber auf den Sahnepudding, den wir mit echter Vanille besonders lecker machen. Was brauchen wir abgesehen von der Handvoll Zutaten? Ein Muffinblech. Wichtig ist, dass die Törtchen so heiß wie möglich gebacken werden und auf der Oberfläche ein bisschen verbrennen. Der Blätterteig sollte auch schön dunkel und knusprig werden, damit es beim Reinbeißen später ordentlich knuspert. Heiß würden wir übrigens nicht empfehlen, die Pastéis zu essen – heißer Pudding auf der Lippe ist keine Freude (ich spreche aus Erfahrung).  So, auf geht’s:

Pastéis de Nata

Zutaten für 12 Törtchen:
200 ml Milch
6 Eigelb
70 g Zucker
1 Vanilleschote
2 gehäufte EL Speisestärke
1 Prise Salz
400 ml Schlagsahne
1 Rolle Blätterteig

Den Backofen auf so heiß wie möglich stellen, also Umluft 250 Grad oder was euer Öfchen so hergibt.

Den Blätterteig aufrollen und in 12 Stücke schneiden. Die Muffinform mit Butter fetten und dann den Blätterteig in die Form drücken.

Nun die Eier trennen und das Eiweiß für irgendein anderes schönes Rezept verwerten. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark rauskratzen. Die leere Vanilleschote beispielsweise in Zucker stecken und Vanillezucker zaubern. Dann in einem möglichst breiten Topf Milch, Eigelb, Zucker, das Mark der Vanilleschote, Speisestärke und eine Prise Salz verrühren. Nun die Sahne dazugeben und unter rühren erhitzen. Immer schön rühren, sonst brennt die Masse am Topfboden schon an, bevor sie überhaupt aufgekocht ist. Wenn der Pudding einmal aufgekocht ist, den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Der letzte Schritt, bevor es in den heißen Ofen geht: Die Puddingmasse auf die 12 Förmchen verteilen und feststellen, dass man etwas Pudding übrig hat. Diesen dann in eine kleine Schale füllen und später vernaschen. Nun alles ab in den Ofen und für 25 bis 30 Minuten backen. Wenn der Pudding auf der Oberfläche schön dicke, braune Flecken bekommt, sind die Pastéis fertig und sollten anschließend abkühlen. Wer mag, kann nun noch etwas Zimt und Puderzucker drüberstreuen. Bon appétit!

Sieht aus wie Pizza, schmeckt wie süßer Himmel

 

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