Kaviarkanone und die Schokoladenfabrik

Wie geil ist eigentlich Schokolade? 11,4 Kilo isst jeder Deutsche im Jahr. Wusstet ihr, dass in Peine 300 Liter flüssige Schokolade in einem Vulkan blubbern, der alle paar Sekunden ausbricht? Und jetzt kommt’s: der Vulkan ist ebenfalls aus Schokolade. Es ist der Wahnsinn. Wir haben das Rausch Schokoland in Peine besucht und uns das Spektakel selbst angeschaut.

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Das ist er. 300 Liter Schokolade.

Woran erkennt man eine gute Schokolade? Am Knack. Und wie kommt der Knack in die Schokolade? Durchs Klopfen. Mindestens 50 Mal muss die flüssige Schokolade in ihrer Form kräftig auf die Tischplatte geklopft werden, um die lästigen Luftbläschen loszuwerden. Gelernt haben wir das von den Profis im Rausch Schokoland in Peine. Für 20 Euro darf man sich in den formschönen Hygiene-Einteiler werfen und in der Werkstatt zwei Tafeln Schokolade gießen und verzieren.

Rausch stellt Edelschokolade her. Das Familienunternehmen wurde 1918 in Berlin gegründet, seit 1983 gibt es den Standort in Peine. Mittlerweile wird die Firma von der Familie Rausch in vierter Generation betrieben und die Schokolade ausschließlich in Peine produziert. Rausch ist eine ganz besondere Manufaktur, mittlerweile gibt es die Schokolade nur noch im Fabrikverkauf in Peine, im Schokoladenhaus Berlin und online zu kaufen. Auch hinter der Marke J. D. Gross von Lidl verbirgt sich Rausch, allerdings in anderer Qualität.

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Der Chef des Hauses, natürlich aus Schokolade, im Museum in Peine

100 Prozent reiner Edelkakao, das ist das Besondere bei der originalen Rausch-Schokolade. Dieser ist für die Qualität von Schokolade wichtig. Zum Kakao kommt nur noch Rohrzucker, fertig ist die Plantagenschokolade, sortenrein. Aber kommen wir zu unserem Schokoland-Besuch.

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Echte Kakaobohnen

Nach einer kurzen Einführung in die Welt der braunen Bohnen, haben wir Kursteilnehmer weiße Schutzanzüge und Hauben bekommen und konnten dann die Werkstatt betreten. Aus dem 400-Liter-Bottich wurden für jeden Teilnehmer Schokolade gezapft. Währenddessen polierten wir ordentlich unsere Förmchen. Das muss man machen, damit später die Schokoladentafeln auch schön glänzen.

Nachdem wir die Luftbläschen aus der flüssigen Schokolade geklopft hatten, durfte verziert werden. Von Haselnuss über Chili bis zu Smarties war alles dabei. Danach ging es für die Schokoladentafeln für eine Stunde in die zehn Grad kalte Kühlung und für uns ins Schokomuseum.

Wer nach dem Rundgang durch das kleine Museum und dem Schokoladen-Kurs immer noch Lust auf Süßes hat, der kann im Café eine heiße Schokolade trinken und ein Stück Schokotorte essen.

Schokoland Peine

Wilhelm-Rausch-Str. 4
31228 Peine
Öffnungszeiten Fabrikverkauf:
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr
Samstag 10 bis 16 Uhr
Sonntag 12 bis 17 Uhr
Schokoland

Führungen

Museumsführung: 1 Stunde, 3,50 Euro pro Person.
Schokolade selber gießen: 2 Stunden, 20 Euro pro Person.
Reservierung

Oder gleich die Genießer Manufaktour buchen – eine Rumdumführung der Peiner Unternehmen Pelikan, Härke und Rausch.
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Übrigens: Weiße Schokolade ist gar keine Schokolade, sondern Kakaobutter und geht direkt auf die Hüften.

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