Sonntagsfrühstück: Semmel von Opa Fritz

So sehr ich Wurst und Käse zum Frühstück auch schätze: Manchmal habe ich Lust auf Süßes zum Frühstück. Und dann kommt eigentlich (fast) nur eins in Frage: Semmel von Opa Fritz. Mit Quark und Erdbeermarmelade oder mit Nutella oder einfach mit Butter. Ihr werdet ihn lieben. Also besorgt schnell frische Hefe, damit dieses goldbraune knusprige Stück am Sonntag auf dem Tisch steht.

IMG_8727

Semmel von Opa Fritz: a thing of beauty

Ihr erinnert Euch an meinen Opa Fritz? Das war der mit den Prilleken. Opa ist Pragmatiker und deswegen zaubert er aus seinem Grundrezept für Hefeteig so ziemlich alles, was ich mir für meine süße Henkersmahlzeit wünschen würde: Apfelkuchen, Prilleken, Semmel. Mal kommt ein Ei mehr rein, mal mehr Bittermandel, mal mehr Buttervanille-Aroma. Beim Stöbern durch die Fotos vom Prilleke- Backen habe ich dieses Bild gefunden. Opa ist übrigens auch deshalb fantastisch, weil er vor dem Backen erst einmal Zeitung lesen muss. Vorher fängt er nicht an zu arbeiten. Das kann ich nur befürworten. Und wie habe ich mir die Zeit bis dahin totgeschlagen? Ich habe eine Scheibe Semmel mit Erdbeermarmelade (von Oma) gegessen. Semmel, im Übrigen, ist kein Brötchen, aber das nur nebenbei.IMG_5821Bisher habe ich das Semmelrezept niemandem verraten, weil ich eigentlich mal geplant hatte, damit groß rauszukommen und ein Opa-Fritz-Café zu eröffnen. Aber dann habe ich mir überlegt, dass ich einfach ein Opa-Fritz-Café eröffne und Euch trotzdem das Rezept verrate.

 

Semmel 
Zutaten für einen großen Semmel
500 g Mehl
1 Packung frische Hefe
10 g Salz
250 ml Milch
80 g Zucker
80 g Butter
1 Ei
ein paar Tropfen Rum Aroma (kann man auch weggelassen)
ein paar mehr Tropfen Buttervanille Aroma (aber nicht übertreiben)

Die Zutaten sollten Raumtemperatur haben. Die Hefe in etwas Milch auflösen. In einer Schüssel das Mehl mit Salz, Zucker, Butter, Ei und Aromen mit der Hand verkneten. Nach und nach die Milch und die Hefe dazugeben, und so lange kneten (wir reden hier von fünf bis zehn Minuten immer schön über den Handballen abrollen), bis ein glatter, luftiger Teig entstanden ist. Das geht am besten auf der Arbeitsfläche, wenn sich die Zutaten verbunden haben. Dann zurück damit in die Schlüssel, Geschirrtuch drauf und 30 Minuten gehen lassen. Eine Kastenform einölen und mit Mehl bestäuben. Den Teig noch einmal durchkneten und in der Kastenform abgedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen (Geduld ist eine Tugend, und der Geschmack des Semmels wird Euch belohnen). Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und je nach Ofen 50 bis 60 Minuten backen. Die Oberfläche sollte schön braun sein, dann ist er fertig. Bon appétit!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar